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Das Schloss und die Fresken
Die aus dem achtzehnten Jahrhundert stammende Fassade mit Bögen, Treppenhäusern und dem Garten enthält die Elemente, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich ziehen; es gibt aber andere bedeutende architektonische und ikonographische Details, die Zeugnisse von alten Bauwerken und Veränderungen sind.

Die südliche Fassade zeigt die Bögen eines Laubenganges, der einst (bis zum 17. Jh.) dem Verlauf des Geländeabhangs folgte; er wurde danach im Lauf der Einebnung, die erfolgte, um dem flachen Garten Plazt zu machen, teilweise verschüttet. Diese Vorderseiten sind mit restaurierten Fresken „ a grisaille“ dekoriert: noch sehr gut zu erkennen sind die Waffenträger mit Rüstung – Landsknechte – (15.-16. Jh), die früher die gotischen Backsteinfenster einrahmten (man kann davon noch Spuren auf der dem Hof zugewandten Fassade sehen); zwei horizontale Bänder mit Dekorationen und Medaillons, die Bildnisse von realen und symbolischen Gestalten darstellen.

Auf der selben Südfassade findet sich die J. Longo zugeschriebene Madonna mit Kind (um 1470), die Farben und die Zeichnung sind sehr zart, eingefasst in einem Rahmen von klarem gotischen Stil; während im östlichen Teil, innerhalb des Bauwerks aud dem 18. Jd. im Souterrain die Reste (die Apsis) der Kapelle des hl. Sebastian zu bewundern sind. Der Freskenzyklus der Passion Jesu, vor kurzem restauriert, ist ein bedeutendes Beispiel der sogenannten Kunst der „internationalen Gotik“.

Details der Medaillon auf dem dekorativen Band entlang der Fassade.

Der Hof

Der viereckinge Hof, umschlossen auf allen Seiten vom Schloss und den alten landwirtschaftlichen und noch heute bewohnten Gebäuden, bietet einen ersten Einblick in diese kleine bäuerliche und gleichzeitig feudale Welt. In der Mitte des Hofes befindet sich das, was sehr wahrscheinlich die ehemalige Burgkirche war; von ihr sind noch der Glockenturm mit einer Sonnen-und einer- Steinpendelhur und ein gut erhaltenes Fresko der Verkündigung Mariä am seitlichen Eingang zu sehen; daneben der Brunnen, die Stallungen mit Kutschen, der hölzerne Laubengang sowie die Heuschober und die Ställe mit ihren zwei-und vierbeinigen Bewohnern
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