DER SCHLOSSPARK

Vom Hof aus betritt man durch eine kleine Tür den Park, wo man vom beeindruckenden Ausmaß der Tulpenbäume empfangen wird, die im Frühjahr gelb blühen (liriodendron tulipifera), und dessen Gesamteindruck durch den Zauber von Schatten, Licht und Farben überrascht.
Der im 17. Jahrhundert angelegte Park, wurde Anfang des 19. Jahrhundert nach romantischen Richtlinien umgearbeitet; man bedenke, dass Coriolano Malingri di Bagnolo ein „arkadischer“ (literarische Akademie um 1800 ) Poet war, und ein würdiger Nachfahre von Aimée (1399), der in altprovenzalischer Sprache dichtete.
Der Park breitet sich über ungefähr zwei Hektar aus und ist reich an um die 40 Meter hohen Bäumen, es stehen dort Schwarzkiefern, österreichische Schwarzkiefer, Himalayazeder, Eibe, chinesisches Rotholz, Libanonzeder, Sicheltanne und verschiedene Sorten Buchen und Eichen.
Das Muster der Wege durchzieht den ganzen, von Mauern umschlossenen Park, die beiden großen Wiesen sind von riesigen, hundertjährigen Bäumen umsäumt, Koniferen und Laubbäumen aller Arten, weiterhin Sammlungen von blühenden Sträuchern wie Rhododendren, Azaleen, Kamelien, Hortensien (alles Sorten die saure Böden lieben).
In der Mitte der talseitigen Wiese befindet sich ein ovaler steingefasster Teich, der auch „der Brunnen des grünen Mannes“ genannt wird, in Anlehnung an eine Legende deren Erinnerung verlorengegangen ist, und kleine Fische und Molche beherbergt, die um die Teichrosenstiele herum Futter suchen.


Die lange Hainbuchenallee, die auf die Familienkapelle Allerheiligen zuführt und fast zwei Kilometer Hecken aus Buchsbaum, Hainbuche und Eiben zeichnen den ältesten Gartenplan vor und reichen bis zur Begrenzung mit dem Schlosshügel vorgegeben vom schattigen Bach Mondarello über den sich Bambusbüsche beugen (eine Sammlung, welche die Besitzer fortwährend mit neuen Sorten bereichern).
 
Die sogenannten „Hirschsuhlen“ (die hier im 19. Jahrhundert als Gartentiere gezüchtet wurden) von einer Steinbrücke und dem Türmchen durchfurcht, das „casa del bau (Haus des schwarzen Mannes)“ genannt wird - eine eigentümliche Konstruktion mit kreisförmigem Grundriss, ein bisschen Turm, ein bisschen Ort der Meditation und Frische - lockern die flache Anlage des Gartens etwas auf und lassen ihn geheimnisvoller und suggestiver erscheinen.

Allerheiligenkapelle und Hainbuchenallee

 

CASTELLO DI BAGNOLO - Via Palazzo, 23 - Bagnolo Piemonte - (CN) - ITALIA - email